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Marienbogen

Ein leuchtendes Chartres-Blau füllt den Marienbogen mit seinem Fundglas. Wer dächte da nicht an den blauen Schutzmantel der Maria, der sie umfängt und ihre Reinheit symbolisiert? Maria bildet den Bogen, die Brücke zwischen Himmel und Erde, von Gott zu den Menschen, denen sie als Vermittlerin gilt.

Kolophon: Glasobjekt, Halbbogen, ca 121,5 cm x ca 67,5 cm x ca 5 cm, Fundglas vom Lago Maggiore, Holzbogen, Aluminium, Acryl, verzinkter Draht, handsigniert, Frankfurt 2016

Ein hölzerner Bogen überspannt einen Halbkreis, in dem senkrechte Reihen von blau getöntem Fundglas vom Lago Maggiore im Sonnenlicht glitzern. Unwillkürlich stellen sich Assoziationen zu Kirchenfenstern ein.
Anregung für das Glasobjekt gaben die berühmten blauen Glasfenster der Kathedrale von Chartres, die ab Mitte des 12. Jahrhunderts geschaffen wurden. Für sie wurde eine neue Glasfarbe, das Chartres-Blau, entwickelt, das für seine Reinheit bekannt ist. Das Geheimnis ihrer Herstellung ist von den Glasmachern nicht überliefert worden. Dennoch haben neuere Untersuchungen ergeben, dass das Kobalt, das die blaue Färbung des Glases hervorruft, aus dem sächsischen Erzgebirge stammt.
Die Kathedrale von Chartres, die Maria geweiht ist, gilt als ein Zentrum der Marienverehrung und bewahrt eine Reliquie, ein kleines Stück Stoff ihres Umhangs auf. Die "Notre Dame de la belle verrière" ziert als himmelblaue Madonna, als gekrönte Himmelskönigin eines der Kathedralenfenster



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