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Augen

Das Internet, für mich auch als "Augen" gedeutet, die als "Tor zur Welt" mir galten, hat seine Unschuld verloren! Mein Augenbuch wirft ein Streiflicht auf die Bedeutung des Auges als Metapher in der Bildenden Kunst vergangener Epochen und führt in die gegenwärtige Situation, in der wir den "Medien - oder Netz - Augen", als Metapher für Beobachtung wie Überwachung, ausgesetzt sind.

Kolophon: 4 Künstlerbücher in Variation, Augenform, ca 29 x 16 cm, 24 Blätter, Schutzeinband: Mit Velourleder bezogener Karton, Einband: Farbig glasierte und gestaltete Keramik mit aufgeschmolzenem farbigem Fundglas, Stoff, Tonpapier, Fotokarton, Collage, Gouache, Filzstift, Text : Handschrift mit Feder, PC-Druck, Bindung mit Pfeifenreiniger, individuelle Lesezeichen: Farbig glasiert und gestaltete Keramik, Pfeifenreiniger, Frankfurt 2013, handsigniert

Augen
Meine Beschäftigung zunächst mit der Funktion der Augen in der Natur bei Tier wie Mensch, dann mit ihrer Darstellung in der Bildenden Kunst der vergangenen Epochen führte mich geradewegs zum Nachdenken über die gegenwärtige Situation, in der wir den "Medien - oder Netz - Augen", als Metapher für Beobachtung wie Überwachung, ausgesetzt sind. Das war ein längerer Prozess, in dem ich meine Gedanken zur Vielschichtigkeit des Themas Auge zu ordnen versuchte, und überlegte, wie ich es bildhaft darstellen könnte. Das war nicht ganz einfach, denn es sind sehr divergierende Funktionen des Auges zu beachten. Disparates zusammenzuführen in einem Künstlerbuch, in dem der Schwerpunkt auf der Darstellung, Form und seiner Materialität liegt, wird hier versucht und mit einem Textanhang versehen.
Es erschien mir sinnvoll, die Vieldeutigkeit des Themas "Augen" aufzuzeigen. Insbesondere gilt der Darstellung von Augen, die dem Magischen in den verschiedenen Kulturen nach ihrer
Überlieferung, im positiven wie negativen Sehen wie Gesehenwerden, zugeordnet werden, meine Aufmerksamkeit. Es handelt sich keineswegs um eine profunde Studie, eher um ein Streiflicht, einen "Blick" auf das Thema "Augen". Diesen meinen Blick lasse ich also durch die Mythen der Kulturen schweifen, greife malend und zeichnend die vorgefundenen malerischen wie skulpturalen Darstellungen dieser Traditionen auf, gebe hier im Textanhang wenigstens kurze Hinweise auf deren Geschichte und füge meine Überlegungen zu dem hochaktuellen Thema der Beobachtung und Überwachung an.

Die Entwicklungsgeschichte und die Bedeutung des Auges in der Natur werden nur gestreift, doch die besondere Rolle des Auges als Magischer Blick, als Böser Blick, als Schutzauge in den verschiedenen Kulturkreisen wird aufgezeigt. Eine Erläuterung gibt Einblick in die Welt der Mythen, der überlieferten Geschichten, der Erzählungen und der religiösen wie kulturellen Traditionen.

An erster Stelle sind die Augen für mich das "Tor zur Welt"; durch sie erfahre ich die Schönheit der Natur, erlebe die Natur intensiv in ihrer schier endlosen Vielfalt an Farbe, Form, Struktur und Sinnlichkeit. Meine Augen ermöglichen mir eine genaue Beobachtung meiner Umwelt und auch eine Reaktion auf sie.
Die Natur hat das Auge in unterschiedlichsten Formen, Leistungsfähigkeit und Funktionsmöglichkeit im Laufe der Entwicklungsgeschichte ausgebildet und damit auch verschiedene Arten des Sehens entwickelt. Je nach Lebensbereich und jeweilige Lebensform entstanden die Augen als "Aufnahmesystem" der Umweltreize. Ihre Sehleistung folgte den Anforderungen des jeweiligen Organismus und orientierte sich an der Qualität der notwendigen visuellen Orientierung, die an den Nahrungsbedarf und das Nahrungsangebot gebunden war.

Welch große Bedeutung wir Menschen unseren Augen, dem Sehen, dem aktiven Blick wie dem passiven Anblick, zugemessen haben, wird am deutlichsten in den Überlieferungen der Kulturen. Wir finden sie in religiösen Vorstellungen wie in Mythologien. Immer dient die bildliche Darstellung des Auges einem Zweck und trägt eine Geschichte in sich, die wir jedoch vielfach nicht kennen.

Nun möchte ich den Darstellungen auf den einzelnen Seiten des Buches eine kurze Erläuterung folgen lassen, um die Neugierde des Betrachters anzuregen, sich im Anschluss vielleicht näher mit den hier nur angerissenen Themenkomplexen zu beschäftigen. Dabei werden die Augen in ihrer Schutzfunktion oder aber auch in ihrer negativen Macht des Bösen Blicks beschrieben. Zuerst werfen wir einen Blick in die Vorstellungswelt der Ägypter zu pharaonischer Zeit, dann folgen Erzählungen aus der griechischen Mythologie.

Um das altägyptische "Udjat - Auge", auch Auge des Lichtgottes Horus genannt, rankt sich eine Geschichte des Machtkampfes zwischen zwei Brüdern. Seth hatte seinem Bruder Horus im Kampf um den Thron des Osiris das linke Auge ausgerissen, das der Mondgott Thot an Horus geheilt zurück gab. Daher wird seitdem das Udjat - Auge als Symbol für Heilung und Schutz angesehen. Es findet sich in altägyptische Steinskulpturen gemeißelt, auf die Wände von Pharaonengräbern gemalt und auf Papyri dargestellt. Ein Paar Udjat-Augen durften auch nicht auf den hölzernen Särgen zum Schutz des Verstorbenen fehlen.

Besonders reich ist die Überlieferung der Bedeutung des Auges in der griechischen Mythologie. Als bewachende Augen, den "Argus-Augen", begegnen sie uns in der Erzählung von Argos, dem griechischen Riesen, dessen ganzer Körper mit offenen Augen bedeckt war, die in alle Richtungen sehen konnten. Nur jeweils ein Augenpaar durfte schlafen. Argos bewachte im Auftrag der Göttin Hera Io, die Geliebte des Zeus, die dieser in eine Kuh verwandelt hatte. Aber der Göttervater Zeus schickte Hermes, den Götterboten, um Argos zu töten und Io zu befreien. Dies gelang Hermes, indem er den hundertäugigen Riesen zuvor mit seinem betörenden Flötenspiel in den Schlaf versetzen konnte. Die hundert Augen des Argos setzte die Göttin Hera, Gemahlin von Zeus, anschließend auf die Schwanzfedern des Pfaus. Dargestellt wurde diese Erzählung mehrfach auf rotfiguriger Vasenmalerei der griechischen klassischen Epoche. Noch heute kennen wir den Ausdruck mit "Argusaugen" etwas beobachten.

Haben die wachenden Augen des Argos eine positive Schutzaufgabe mit ihrem Blick, so kennzeichnet die überlieferte Geschichte vom "Auge der Medusa" hingegen den "Bösen Blick". Medusa, Tochter eines Meeresgottes, war in der griechischen Mythologie die einzige sterbliche Gorgone, die - ursprünglich von größter Schönheit - von der Göttin Athene in ein scheußliches Ungeheuer mit Schlangenhaaren verwandelt worden war. Ihr Anblick ließ jeden Mann zu Stein erstarren. Durch eine List konnte Perseus, der Sohn des Göttervaters Zeus, dennoch Medusa das grässliche Haupt abschlagen, das gleichwohl noch jeden Menschen in Stein verwandeln würde, der es anschaute.
Zufällig entdeckte ich im letzten Sommer ein beeindruckendes "Augenpaar aus der griechischen Antike" im Metropolitan Museum in New York. Es starrt uns unbewegt und so ausdrucksvoll an, dass ich es gern hier in mein Augenbuch einfüge. Es ist kunstvoll aus Bronze, Marmor, Glasfluss, Quarz und Obsidian gearbeitet und war offenbar für eine Marmorskulptur gedacht oder auch vielleicht bereits bei ihr eingesetzt gewesen. Wir wissen es nicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie einer Figur aus der griechischen Mythologie zugehörte. Vieles bleibt eben im Dunkel der Geschichte oder rätselhaft an antiken Fundstücken.

Wenn wir den Blick nach Afrika oder Persien schweifen lassen, finden sich auch dort eindrucksvolle Beispiele von Augendarstellungen, die sicherlich auch ihre Bedeutungsfunktion einmal hatten, auch, wie schon angemerkt, wir nichts sicheres darüber wissen.

Auffällig große und ausdrucksstarke dreieckige Augen charakterisieren die Terrakotten einer verschollenen frühen Kultur im subsaharischen Afrika, im heutigen Nigeria. Nach einem der Fundorte, Nok, wurde die archäologische Kultur benannt, und das übergroße "NOK-Auge", das die tönernen Skulpturen beherrscht, wurde für die "Nok-Kultur" zum Kennzeichen. Die als Scherben geborgenen Tonfiguren geben über den Kontext ihrer Zeit keine Auskunft. Über die Bedeutung des NOK-Auges werden wir nie etwas erfahren.
Auch der Ursprung und die Bedeutung des augenförmigen "Paisley Musters" auf Tuchen sind nicht sicher bekannt, vermutet wird Persien als Herkunftsgebiet. Das typische Stoffmuster wird als Knospe, Blatt oder eben auch als Schutzzeichen gegen den "Bösen Blick" gedeutet. Seinen modernen Namen erhielt es nach der schottischen Stadt Paisley, die das Muster in ihre Textilfabrikation einführte.

Einfacher haben wir es mit der "Hand der Fatima", ein nach der Tochter des Propheten Mohamed benanntes Schutzsymbol, das noch heute ungebrochen im Einsatz steht. Das meist in roter Farbe dargestellte Handsymbol mit einem aufgemalten Auge soll vor Unbill, Unglück, ja dem "Bösen Blick" schützen und so findet man es bis heute häufig als kunstvoll verziertes Amulett.
Immer wieder begegnet uns in der kulturellen Überlieferung das Auge als Metapher für das Gewähren von Schutz, wobei die "Allsichtigkeit" - wie bei Argos mit seinen hundert Augen - , die Wunschvorstellung von "Allessehenkönnen", sich durch eine Vervielfältigung der Augen manisfestiert hat.

Das Auge wird mit Sehen gleichgesetzt und das allsichtige Auge hat eine lange kulturelle, ja
religiöse Tradition des Beobachtens. Betrachten wir diese Vorstellungen genauer, so führen sie gedanklich zur aktuellen Situation, in der die Menschen der Beobachtung durch technische Mittel unterworfen werden. Aber zunächst möchte ich auf die Vorstellungen zum Göttlichen Auge, dem Auge des Monarchen, dem Auge des Gesetzes und der daraus resultierenden gedanklichen Konsequenz der Gewichtung allen menschlichen Handelns näher eingehen. Wie eine Bewertung unseres Lebens einmal ausfallen könnte, die von den Ergebnissen der Überwachung des heutigen Menschen nicht unbeeinflusst sein würde, und welche Instanz diese Möglichkeit hätte, ist vielleicht zu fragen.

Es ist sicherlich eine uralte Vorstellung der Menschen, dass sie ununterbrochen bei Tag wie bei Nacht von einem göttlichen Auge beobachtet würden. Diese Idee von der Allgegenwärtigkeit Gottes findet sich bei den alten Ägyptern, den Juden, den Christen, wie auch bei den Muslimen.

Bei den Christen ist das "Auge Gottes" als Metapher gedacht, es durchdringt alles, sieht alles, weiß alles, nichts bleibt ihm verborgen, und wacht über die Welt. Das "Auge Gottes" ist wohlwollend gedacht, es entgeht ihm nichts. Gott kennt die Vergangenheit, die Zukunft sowie natürlich den Moment der Gegenwart. Gottes Auge schläft nie!
Ein Vergleich zu heute drängt sich auf, denn das Internet schläft nie. Aber welche letztendlichen Konsequenzen aus dieser neuen Medientechnik der Informationsübertragung hervorgehen werden, wissen wir nicht. Hingegen kennen wir den Fortgang der Geschichte nach jüdischer, christlicher und islamischer Auffassung. Hier wird das Weltgeschehen von einem göttlichen Gericht beendet. An diesem Weltende, dem Jüngsten Gericht, sollen dann die guten wie schlechten Taten der Toten gewichtet werden. Die Guten sollen das Ewige Leben erhalten, die Bösen aber ewig verdammt in die Hölle fahren. Diese antiken und alttestamentlichen apokalyptischen Vorstellungen wurden immer wieder in der christlichen Kunst dargestellt.

Bei den alten Ägyptern gab es eine Zeremonie, das Totengericht unter dem Vorsitz des Gottes Osiris, die vielfach bildhaft mit einer Waage dargestellt wurde. Auf einer Waagschale liegt des Herz, als Sitz der Seele und des Verstandes, des Verstorbenen, in der anderen Waagschale befindet sich die Feder der Gerechtigkeit als Symbol der Göttin Maat. Wiegt nun das Herz mit dem Gewicht der Sünden des Toten schwerer als die Feder, wird die Seele des Toten vernichtet, indem der Verstorbene von Ammit, einem krokodilähnlichem Tier, verschlungen wird. Bleibt das Herz im Gleichgewicht mit der Feder darf der Verstorbene in ein neues Leben.

Dem Gläubigen war es also nicht einerlei, wie er sein Leben führte, das er der göttlichen Beobachtung unterworfen sah, denn er glaubte ja, dass er eines Tages zur Rechenschaft gezogen würde, wenn sich entschied, wohin ihn sein letzter Weg nach dem Tod führen würde.

Im Lauf der Geschichte wurde dann schon zu Lebzeiten der Mensch nach seinem irdischen Handeln beurteilt. Denn neben das Göttliche Auge trat in Europa, im Zeitalter des Absolutismus, das die Untertanen immer kontrollierende Auge des Monarchen. Das war ein Machtanspruch, der durch einen als Auge gestalteten Edelstein am Knauf des herrscherlichen Zepters versinnbildlicht sein sollte.

Seit Menschengedenken waren die Menschen es immer gewohnt, dass sie beobachtet und überwacht wurden, sei es durch das vorgestellte "Göttliche Auge" oder durch absolutistische Herrscher. Was sich dann aber in der Folge der Französischen Revolution änderte, war der Anspruch, dass nur im Rahmen von Gesetzen der Bürger bewacht wie kontrolliert werden konnte. Das "Auge des Gesetzes" sollte von nun an mit seinen Paragraphen das menschliche Gemeinwesen regeln und der Willkür keinen Raum mehr zugestehen. Der herrscherliche Machtmissbrauch mit dem kontrollierenden, oftmals mit Hilfe von Spitzeln optimierten, Beobachten war für jeden Untertan offensichtlich gewesen.

Nachdem dann die Kontrolle der Bewohner in westlichen Demokratien in gesetzliche Regelungen und Paragraphen eingebunden wurde, können die Bürger auf die Gestaltung ihrer Überwachung durch die von ihnen gewählten Parteien Einfluss nehmen.
Zu ihren Aufgaben gehört die Kontrolle und Überwachung der ausgeübten Machtbefugnisse der Regierung, damit ein Übermaß, eine unkontrollierte wie ungesetzliche Ausdehnung der Beobachtung vermieden wird. Die Sammlung und Speicherung von Daten zu und über Personen muss dabei strengen gesetzlichen Regelungen unterworfen sein, sowie deren sorgfältiges Einhalten durchgesetzt werden können.

Schon immer hatte die soziale Kontrolle in der Familie, in der Nachbarschaft, ja - im sozialen Umfeld ganz generell gesprochen - bestens funktioniert. Immer lebten die Menschen schon "Unter aller Augen", nämlich nicht nur unter dem so empfundenen allsehenden "Göttlichen Auge", sondern ganz real unter den Blicken der Mitmenschen.
Dies nun hat sich durch die Entwicklung eines weltumspannenden feinstfädigen wie engmaschigen Informationsnetzes der modernen Informationstechnologien wie Internet, E-Mail, Twitter etc zusätzlich zu den bekannten Kontakmedien wie Briefpost, Fax, Telefon und auch nahezu flächendeckender Kameraüberwachung grundlegend verändert.

In Bruchteilen von Sekunden werden Informationen in dieses Netz eingestellt, gesammelt, weitergetragen, verändert, beantwortbar und abrufbar gemacht. Diese riesigen Datenmengen sind für den Einzelnen in keiner Weise mehr überschaubar. Mit Hilfe von Algorithmen werden diese Megadatenmengen gesammelt, gespeichert, gebündelt, sortiert und zu Profilen des einzelnen Individuums formuliert. Der gläserne Mensch - in der Romanliteratur vorausgesehen - begegnet sich darin selbst, fassungslos erfährt er über sich nicht nur längst Vergessenes, Erlebtes, Gesprochenes, Fotografiertes, Geschriebenes, Gefilmtes, ja selbst zukünftig Gedachtes und Gehandeltes und nicht zuletzt auch fälschlich Unterstelltes. Der einzelne Mensch vermag diese Informationsflut nicht zu bändigen, zu korrigieren, zu löschen, noch nicht einmal seine eigenen biografischen Daten zu schützen. Nichts bleibt verborgen, sein Innerstes, Persönlichstes und Privates liegen offen. Nicht der bekannte Mitmensch von nebenan, sondern die ganze Welt schaut zu. Der Einzelne wird wie von einer riesigen Computer-Spinne ausgesaugt. Dies alles wird von einer anonymen Computermaschinerie erstellt, die offensichtlich aufgrund eigener programmierter Regeln abgrundtief respektlos vor der Privatsphäre der Menschen agiert. Dem Computer ist Ethik und Verantwortungsbewusstsein fremd.

Im Unterschied zum alles umfassenden sehenden gedachten "Auge Gottes" bleibt das Ausgeforschte, Gesammelte, Gespeicherte unseres virtuellen Abbildes aber nicht im Verborgenen, sondern wird in vielfältigster Art und Weise ge- und benutzt. Sein Informationswert wird dabei hoch angesetzt und lässt dem Missbrauch breiten Raum. Jegliche übergeordnete Kontrollinstanz fehlt. Der Mensch wird wieder zum Spielball von längst geglaubter Überwindung von Willkür. Beklemmung und Unbehagen stellen sich durch die angenommene, von milliardenfachen "Computer-Augen" im Netz durchgeführte, anonyme, komplexe und vollständige Überwachung ein.

Diese hat eine neue Dimension, eine neue Qualität erreicht, die nicht mehr dem Bereich des Glaubens zuzuordnen ist. "Wissen ist Macht" heißt es schon immer. Aber welche Macht missbraucht die neuen Informationstechniken zu ihren und zu welchen Zwecken, die nur ansatzweise gelegentlich bekannt werden? Dabei können und sollten sehr wohl die unermesslichen Datenmengen, die uns heute in allen Bereichen zur Verfügung stehen, zum Nutzen der Menschheit Verwendung finden. Es bedarf der Einsicht, Gesetze und Techniken zu entwickeln, die den Schutz des Individuums vor einer totalen Erfassung seiner Person ermöglichen.
Vermutlich stehen wir alle ausnahmslos unter der Beobachtung der "Netz - Augen". Was sind dagegen schon die hundert Augen von Argus ?!
Das Internet, für mich auch als "Augen" gedeutet, die als "Tor zur Welt" mir galten, hat seine Unschuld verloren!



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