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Barock

Das Barockbuch veranschaulicht Gegensätzlichkeit und dualistisches Lebensgefühl, überschwengliche Lebensfreude, Genußsucht, Sinnenfreude, Prunkentfaltung wie aber auch das Tiefschwarz als Ausdruck der Weltverneinung, der Erkenntnis der Vergänglichkeit.

Kolophon: 6 Unikatbücher in Variation, ( Muschelform ), ca 14 x 16 x 1,5 cm, Einband: Muschelform, Karton mit weinrotem Samt und eingewebtem goldfarbigen Muschelmotiv bezogen, in Goldlitze gefaßt, innen mit goldfarbenem Papier kaschiert, 6 Doppelblätter aus Pergamentpapier in Muschelform, unpaginiert, mit Hand beschrieben, ,Goldfaserstift, Farbbezeichnungen des Justus Georg Schottel, mittig eingeheftete Barockperle, gebunden mit weinrotem Kördelchen und gehalten mit zwei goldfarbenen „Barock“- Klammern, handsigniert, Frankfurt 2006 Kassette mit seitlichem Deckel aus 1,5 mm Buchbinderkarton, 18 x 18 x 3,5 cm, bezogen mit schwarzem Buchbinderleinen, handbeschriftet mit Goldfaserstift, innen schwarz bemalt mit Goldrand und goldfarbenem Papier kaschiert Titelheft mit Text zum Buch Lesezeichen

Das Barock-Büchlein zeigt die europäische Stilrichtung des Barock, (ca 1600 –1750)) mit seiner Gegensätzlichkeit und seinem dualistischen Lebensgefühl auf, indem es dessen Motiv der Jakobsmuschel, der Barockperle, Goldlitze und Goldfarbe sowie weinroten Samt als Ausdruck überschwenglicher Lebensfreude, Genußsucht, Sinnenfreude, Prunkentfaltung wie aber auch das Tiefschwarz als Ausdruck der Weltverneinung, der Erkenntnis der Vergänglichkeit (30 jähriger Krieg!) und Weltangst zeigt.

Der Begriff "Barock" läßt sich auf das portugiesische "barucca" zurückführen, das für "unregelmäßig, schiefrund und seltsam geformte" Perlen steht. Zunächst wurde das Wort im negativen Sinn als "regelwidrig" gebraucht, bis es in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Stilbegriff jener Epoche avancierte.

Perlen trugen in vielen Kulturen Symbolcharakter, so galten sie den Chinesen als Zeichen für Weisheit, Würde, und Reichtum. Doch standen sie auch für Tränen. Im Mittelalter wurden sie zum Symbol der Liebe zu Gott und wurden von christlichen Herrschern zu ihrer Macht- und Prachtentfaltung eingesetzt.

Die Jakobsmuschel ist ein im Barock häufig anzutreffendes Schmuckelement an Plastiken und von Ausmalungen. Sie gilt als Merkmal der Jakobspilger, die zum Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela pilgern. Ihren Namen verdankt sie einer Legende, nach der ein junger Adliger, der dem Schiff , das den Leichnam des Apostels Jakobus nach Spanien brachte, entgegen ritt, dabei im Meer versank und durch ein Wunder des Jakobus mit Muscheln bedeckt doch noch das rettende Ufer erreichte.

Justus Georg Schottel (latinisiert Schottelius) war ein bedeutender deutscher Sprachgelehrter des Barockzeitalters. Er lebte von 1612 bis 1676 . Hier werden einige Beispiele seiner "Farbworte" aus seiner "Lobrede" zitiert.



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